Das Besondere an diesen Akkus ist eine sehr geringe Selbstentladung. Gewöhnliche NiMH-Akkus verlieren ständig ihre Ladung. Im Neuzustand beträgt der Verlust in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Ladung bereits 10 % und danach etwa 15 bis 50 % pro Monat. Die Selbstentladung gebrauchter Akkus kann auch mehr als 50 % pro Woche betragen, auch wenn die Akkus ansonsten noch ihre volle Kapazität haben. LSD-NiMH-Akkus sollen (bei 20 Grad Umgebungstemperatur) lediglich 15 % pro Jahr verlieren. Erreicht wird dies durch eine neue Superkristallgitter-Legierung (Superlattice Alloy) als ein Wasserstoff-bindendes Material für die Kathode von NiMH-Batterien und durch eine geänderte Nickelhydroxid-Legierung für die Anode. Beides reduziert den chemischen Zerfall und beugt somit der Selbstentladung vor. Der Nachteil ist die geringere Kapazität. Während Standard-NiMH-Akkus im Mignon-Format bis etwa 2700 mAh erhältlich sind, haben gleichgroße LSD-NiMH-Akkus nur ungefähr 2000 mAh.
Erste Messungen und Anwenderberichte bestätigten die geringe Selbstentladung, und auch Langzeittests erbrachten durchweg positive Resultate. Die mittlerweile große Menge an generischen Akkus bestätigt den Erfolg dieses neuen Akkutyps.
LSD-NiMH-Akkus sind beim Kauf bereits geladen und können daher sofort eingesetzt werden. Zum Wiederaufladen kann jedes handelsübliche Ladegerät für NiMh-Akkus verwendet werden. Ihr Spannungsverlauf wurde nach Herstellerangaben für den Einsatz in digitalen Geräten optimiert. Dies bedeutet, dass ihre Entladungskurve flacher ist und somit auch bei niedrigen Ladeniveaus noch die nötigen Einschaltspannungen erreicht werden. Außerdem haben LSD-NiMH-Akkus einen sehr geringen Innenwiderstand, was dazu führt, dass hoher Stromverbrauch auch bei niedrigem Ladeniveau einen nur geringen Spannungsabfall verursacht.
Der Nachteil der geringeren Kapazität selbst gegenüber nominell höherkapazitiven Akkus fällt nicht so stark ins Gewicht, da sich die Geräte erst sehr viel später abschalten als bei herkömmlichen Akkus. Oder anders ausgedrückt: Von der Kapazität des Akkus ist ein größerer Teil tatsächlich nutzbar. Die von herkömmlichen Akkus abweichende Entladekurve kann jedoch dazu führen, dass Ladezustandsanzeigen beispielsweise bei Digitalkameras ungenau arbeiten. Erwähnenswert ist außerdem die Tieftemperaturfestigkeit der Eneloops, deren Vorstellung deswegen im Rahmen ihrer Produkteinführung in Australien in einer Eisbar erfolgte.[
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